Furtwängler&Hammer Opus 366 aus dem Jahr 1897 wird restauriert
Lange ist es her, der letzte Kontakt der Gemeinde aus Lehmke (Kr. Uelzen) mit ihrer Furtwängler&Hammer Orgel und unserem Stammhaus. Im Jahre 1929 gab es die letzten Korrespondenzen, danach verlieren sich die Spuren in unserer Bauakte…
Umso mehr freuen wir uns, dass wir nun die Restaurierung durchführen dürfen. Die Kegelladenorgel (14 Register, II+P) aus der frühen pneumatischen Ära von F&H ist im Laufe der Zeit zum Glück nur geringfügig verändert worden.
Die Trompete 8‘ im HW musste in einer orgelbewegten Zeit einem Gemshorn 2‘ weichen. Bei der jetzigen Arbeit wird die gesamte Pneumatik erneuert und die Trompete rekonstruiert.
Erfreulich ist, dass die Gemeinde die Gelegenheit nutzt und das neugotische momentan mausgraue-triste Gehäuse in seine ursprüngliche farbliche Fassung bringen lässt.
Spannend für uns ist der direkte Vergleich zur Orgel in Ruthe (Kr. Hildesheim) aus gleichem Baujahr, die wir im letzten Jahr umfangreich in ihren Ursprungszustand versetzen durften.
Sie ist als Opus 352 nur (!) „14 Orgeln älter“.
Während nun also alle Bälgchen für die Pneumatik gefertigt werden und unser Pfeifenmacher in Windesheim die Trompete baut, sind wir dabei, die Janke-Orgel (Bj.1990, 28 Register) in Bramsche zu reinigen und einer Nachintonation zu unterziehen. Hier ist neben der Normalverschmutzung auch ein Schimmelbefall aufgetreten. Diese Problematik stellt sich vermehrt bei vielen anderen neuen und alten Instrumenten.

